Kategorie: Abschleppdienst: Bergen:
Das Objekt ...
Das Ausstellungsobjekt kommt nicht selten erst in letzter Minute. Viel wichtiger ist der Stand, das Werbematerial, die Zimmer, die Parkplätze, die Reserven an Getränken und Tabakwaren. Das Objekt, dessentwillen die Ausstellung stattfindet, kommt so zuletzt, daß man es ihm ansieht. Ein Coupo präsentiert man in der Farbe, die ihm am schlechtesten steht. Darüber jedoch, ob der Hintergrund des Standes grün oder blau sein soll, haben ganze Teams wochenlang diskutiert.
Warum das Coups rabenschwarz ist? Die Herren am Stand zucken die Achseln — man hat es ihnen so geschickt. Sie scheinen glücklich darüber zu sein, daß es überhaupt gekommen ist. Am Objekt wird dann rumgefummelt, es wird auf Hochglanz gebracht und zugedeckt. Der historische Moment des Aufdeckens passiert mindestens zwanzigmal. Einmal für den Maler, der den Preis an die Windschutzscheibe schreibt, und einmal für einen Fotografen Dann nochmal für den Maler, der mit Plakatfarbe an den Weißwandreifen rumretuschiert, und dann für einen anderen Fotografen. Im Laufe der Schau werden angesichts des Objekts viele dumme Fragen gestellt, aber die dümmsten nehmen die Herren vom Rundfunk vorweg. Das ist ihr gutes Recht. Das Objekt ist immer viel kleiner als der Rummel, der darum gemacht wird. Wenn das Objekt nicht mehr viel hergibt, weil es an sich abgedroschen ist, dann arbeitet man mit Spiegeltricks oder man stellt es so schräg auf einen Ständer, daß die Leute schon deshalb hingucken, weil sie sehen wollen, wie es runterfällt.
Man kann im Objekt auch probegefahren werden. Das ist aber das Dümmste, was man tun kann, weil man auf dieser Probefahrt außer Angst keinen weiteren Eindruck hat. Man quetscht sich mit wildfremden Menschen ins Objekt, das der Werksfahrer durch den Verkehr drischt. Er nimmt alle Kurven zu schnell und bremst zu spät. Er weiß, daß nur dann das ersehnte „Toll!” und „Donnerwetter!” aus den Leuten her-auskommt.
Er sagt dann zum Verkaufschef, daß der Wagen ankommt und denkt „naja, wenn i c h ihn vorfahre!!”.
Das Objekt hat immer soviel Pluspunkte, daß sie ausreichen, um die Minuspunkte zu überdecken. Die Pluspunkte sind im Prospekt eingezeichnet, meist in Form von runden Flecken mit einer Zahl drin. Die Minuspunkte kann man nach einer Faustformel errechnen, die ich nach jahrelangem Grübeln herausgefunden habe und nun preis-gebe: Man multipliziere die Zahl der Pluspunkte mit 3,14! Oft freuen sich die Leute wie Kinder über eine neue Chromleiste. Da die aber die Kalkulation des Objekts belastet, hat man die gleiche Menge Material irgendwo anders weggelassen, meist unten drunter. Für eine neue Benzinuhr opfert man den Reservehahn; so schreitet alles munter fort.
Am Objekt ist nicht selten etwas faul, besonders dann, wenn es wirklich eine Oberraschung ist. Dann fällt noch während der Eröffnungsrede eine Radkappe ab. Vor Jahren, als die Prototypen noch wild wuchsen, saß unter der Motorhaube statt des Motors ein Erwerbsloser, der die Haube von innen zuhalten mußte.
Im Zeitalter der Vollbeschäftigung geht das aber nicht mehr. Das Objekt tut mir leid. Ich vergleiche es mit einer Miß, die eben gewählt wurde. Sie sieht den Himmel offen und vergißt, daß im nächsten Jahr eine neue Miß gewählt werden wird.
Je länger ein Automobil auf der im zweijährigen Turnus stattfindenden IAA zu sehen ist, um so feierlicher wird die Halle, in der es steht. Der Brei zieht dann mit gedämpfter Ehrfurcht am Objekt vorbei. Ein Automobil, das sich gar zu lange behauptet, vergleiche ich statt mit einer Miß mit dem Bundeskanzler. Es gerät eines Tages über Nacht in die gleiche Situation. Das arme Objekt. Kritiker, die gegen es sind, gibt es immer. Unvernünftige Leute erwarten irgendwelche Schritte in die Zukunft. Als ob das der Sinn des Objekts wäre. Was vorhanden ist, das ist der zweijährige Turnus der IAA. Was stets fehlt, ist das geeignete Objekt, um sie zu beschicken. Man macht es dann nicht selten um der IAA willen. Die würde auch stattfinden, wenn es keine Objekte gäbe. Denn
schließlich fällt Ostern nicht aus wegen Nachtfrost. Der Irrtum ist weit verbreitet, daß man eine Schau macht, weil man etwas zu zeigen hat. Man zeigt vielmehr et-was, weil gerade Schau ist. Und man will unbedingt et-was zu zeigen haben, was sollten sonst die Leute denken ... ?
Alle Menschen sind klug. Die einen vorher, die anderen nachher.
Verzeichis: Auto Autovermietung Autohaus Gebrauchtwagen Autoboerse Autoversicherung Werkstatt Autohandel Abschleppdienst Quad Neuwagen Caravan Autotuning Leasing Autoverwertung LKW Autoersatzteile Autoanzeigen Fahrschule Tachojustierung Ferienfahrschule Landtechnik Ersatzteile Busreisen Kranverleih
Das Objekt ...
Das Ausstellungsobjekt kommt nicht selten erst in letzter Minute. Viel wichtiger ist der Stand, das Werbematerial, die Zimmer, die Parkplätze, die Reserven an Getränken und Tabakwaren. Das Objekt, dessentwillen die Ausstellung stattfindet, kommt so zuletzt, daß man es ihm ansieht. Ein Coupo präsentiert man in der Farbe, die ihm am schlechtesten steht. Darüber jedoch, ob der Hintergrund des Standes grün oder blau sein soll, haben ganze Teams wochenlang diskutiert.
Warum das Coups rabenschwarz ist? Die Herren am Stand zucken die Achseln — man hat es ihnen so geschickt. Sie scheinen glücklich darüber zu sein, daß es überhaupt gekommen ist. Am Objekt wird dann rumgefummelt, es wird auf Hochglanz gebracht und zugedeckt. Der historische Moment des Aufdeckens passiert mindestens zwanzigmal. Einmal für den Maler, der den Preis an die Windschutzscheibe schreibt, und einmal für einen Fotografen Dann nochmal für den Maler, der mit Plakatfarbe an den Weißwandreifen rumretuschiert, und dann für einen anderen Fotografen. Im Laufe der Schau werden angesichts des Objekts viele dumme Fragen gestellt, aber die dümmsten nehmen die Herren vom Rundfunk vorweg. Das ist ihr gutes Recht. Das Objekt ist immer viel kleiner als der Rummel, der darum gemacht wird. Wenn das Objekt nicht mehr viel hergibt, weil es an sich abgedroschen ist, dann arbeitet man mit Spiegeltricks oder man stellt es so schräg auf einen Ständer, daß die Leute schon deshalb hingucken, weil sie sehen wollen, wie es runterfällt.
Man kann im Objekt auch probegefahren werden. Das ist aber das Dümmste, was man tun kann, weil man auf dieser Probefahrt außer Angst keinen weiteren Eindruck hat. Man quetscht sich mit wildfremden Menschen ins Objekt, das der Werksfahrer durch den Verkehr drischt. Er nimmt alle Kurven zu schnell und bremst zu spät. Er weiß, daß nur dann das ersehnte „Toll!” und „Donnerwetter!” aus den Leuten her-auskommt.
Er sagt dann zum Verkaufschef, daß der Wagen ankommt und denkt „naja, wenn i c h ihn vorfahre!!”.
Das Objekt hat immer soviel Pluspunkte, daß sie ausreichen, um die Minuspunkte zu überdecken. Die Pluspunkte sind im Prospekt eingezeichnet, meist in Form von runden Flecken mit einer Zahl drin. Die Minuspunkte kann man nach einer Faustformel errechnen, die ich nach jahrelangem Grübeln herausgefunden habe und nun preis-gebe: Man multipliziere die Zahl der Pluspunkte mit 3,14! Oft freuen sich die Leute wie Kinder über eine neue Chromleiste. Da die aber die Kalkulation des Objekts belastet, hat man die gleiche Menge Material irgendwo anders weggelassen, meist unten drunter. Für eine neue Benzinuhr opfert man den Reservehahn; so schreitet alles munter fort.
Am Objekt ist nicht selten etwas faul, besonders dann, wenn es wirklich eine Oberraschung ist. Dann fällt noch während der Eröffnungsrede eine Radkappe ab. Vor Jahren, als die Prototypen noch wild wuchsen, saß unter der Motorhaube statt des Motors ein Erwerbsloser, der die Haube von innen zuhalten mußte.
Im Zeitalter der Vollbeschäftigung geht das aber nicht mehr. Das Objekt tut mir leid. Ich vergleiche es mit einer Miß, die eben gewählt wurde. Sie sieht den Himmel offen und vergißt, daß im nächsten Jahr eine neue Miß gewählt werden wird.
Je länger ein Automobil auf der im zweijährigen Turnus stattfindenden IAA zu sehen ist, um so feierlicher wird die Halle, in der es steht. Der Brei zieht dann mit gedämpfter Ehrfurcht am Objekt vorbei. Ein Automobil, das sich gar zu lange behauptet, vergleiche ich statt mit einer Miß mit dem Bundeskanzler. Es gerät eines Tages über Nacht in die gleiche Situation. Das arme Objekt. Kritiker, die gegen es sind, gibt es immer. Unvernünftige Leute erwarten irgendwelche Schritte in die Zukunft. Als ob das der Sinn des Objekts wäre. Was vorhanden ist, das ist der zweijährige Turnus der IAA. Was stets fehlt, ist das geeignete Objekt, um sie zu beschicken. Man macht es dann nicht selten um der IAA willen. Die würde auch stattfinden, wenn es keine Objekte gäbe. Denn
schließlich fällt Ostern nicht aus wegen Nachtfrost. Der Irrtum ist weit verbreitet, daß man eine Schau macht, weil man etwas zu zeigen hat. Man zeigt vielmehr et-was, weil gerade Schau ist. Und man will unbedingt et-was zu zeigen haben, was sollten sonst die Leute denken ... ?
Alle Menschen sind klug. Die einen vorher, die anderen nachher.
Verzeichis: Auto Autovermietung Autohaus Gebrauchtwagen Autoboerse Autoversicherung Werkstatt Autohandel Abschleppdienst Quad Neuwagen Caravan Autotuning Leasing Autoverwertung LKW Autoersatzteile Autoanzeigen Fahrschule Tachojustierung Ferienfahrschule Landtechnik Ersatzteile Busreisen Kranverleih