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lange-automobile
KFZ Werkstatt Gebrauchtwagen in Schwarmstedt
Eintrag vom: 04.06.2005.
http://www.lange-automobile.de

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Eintrag vom: 24.07.2005.
http://www.weigand-transporte.de

Kannten Sie den BOB & BENNER-Wagen?
1es ist ein Jammer, daß Sie „nein” sagen müssen. Ein Jammer um den wunder-schönen BOB & BENNER-8-Zylinder, einen Vollschwingachser mit Sternmotor. Sie können ihn gar nicht kennen, denn damals blieb alles auf dem Papier. Auch die BOB & BENNER-Werke in Schmalkalden in Thüringen wurden nie gebaut. Dabei hatten wir uns schon das Gelände angesehen, mein Freund Benjamin und ich. Ihn nannten sie alle Benner und mich nannten sie Bob. So heiße ich heute noch mit einem schüchternen B. vor meinem Namen.
Er war klein und dick und hatte im Turnen eine vier. Ich war lang und dünn und hatte im Turnen eine fünf. Seine Eltern waren Baptisten und mein Vater schimpfte auf die Pastoren, wo immer er nur konnte. Und doch hatten wir beide, Benner und ich, einen gemeinsamen Plan. Wir wollten Automobile bauen — in der großen Pause hatten wir das geschworen.
Wir hatten alle Hefte und Zeichenblocks mit unseren Konstruktionen gefüllt, einiges gar auf Millimeterpapier übertragen und sogar eine wunderschöne Firmenmarke entworfen: Zwei vorwärtsstürmende B's, von denen das eine versucht, das andere einzuholen. Aber sie kamen beide nicht ans Ziel, so, wie Benner und ich beim 1000-Meter-Lauf.
Ich sehe uns heute noch auf dem Schulhof auf- und abgehen, die Hände auf dem Rücken, die Köpfe gesenkt, denn sie waren schwer von den Problemen, mit denen wir sie füllten. Wir wollten bessere Autos bauen als die anderen.
Ich bin überzeugt, daß wir richtungweisende Dinge aufzeichneten, denn wir grübelten bei Tag und Nacht. Das taten damals nicht alle Konstrukteure, es war das Zeit-alter der Halb- und Viertelelliptik-Blattfedern, der Seilzugbremsen und der Scheibenwischer mit Handbedienung. Da machten wir schon den großen BOB & BENNER. Sein 8-Zylinder-Sternmotor lag vor der Vorderachse im Fahrtwind, seine Zylinder ragten frei aus der Schnauze eines flugzeugähnlichen Rumpfes. Sechs bequeme Sitzplätze befanden sich unter einer Vollsichtkabine. Aus dem Rumpf ragten die Pendelachsen frech heraus. Die Kotflügel schwangen mit den Rädern auf und nie-der. Ich glaube, wir hatten unbewußt den ersten Hubschrauber konstruiert.
Damals waren wir überzeugt, daß ihn die Welt fahren würde! Heute wissen wir, daß die Welt Ford vertraut, daß Kenner DKW fahren und daß Opel der zuverlässige ist. Einen BOB & BENNER fährt niemand.
Als wir ihn planten, fuhr mein Vater einen 4/16er Opel, Benners Vater ein Fahrrad Marke Dürkopp und ein Mann in der Nähe der Knabenschule einen 3/15er Dixi. Unser Hausarzt kaufte .sich gerade einen Brennabor ,Juwel", der ein geschliffenes, buntes Stück Glas auf der Kühlerverschraubung trug, und in Suhl, ganz in unserer Nähe, baute man den berühmten Simson-Supra. In Arnstadt, auch nicht allzuweit weg, wurden LEY-Wagen gebaut, die nicht einmal schlecht waren, und in Eisenach machte man aus dem Dixi einen BMW. Das alles vor unserer Tür in einer Zeit, als man noch Herzklopfen bekam, wenn irgend jemand nach Benzin roch.
Mein Vater kannte den Rennfahrer Heusser persönlich, was ihn dazu bewog, ohne Auspufftopf zu fahren und die Kotflügel in der Garage zu lassen. Ich hatte mich mit einem Chauffeur angefreundet, der für ein Bankhaus einen NAG-Protos fuhr. Wenn

Ehrlich währt am längsten. Aber wer hat schon so viel Zeit.
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