Kategorie: Autohaus: Havemann:
Früher klapperten die Mühlen, nicht die Autos. Beim Klappern der Mühle konnte man kleine, romantische Kurzgeschichten schreiben, die Füße in den Bach hängen, Schmetterlinge fangen oder die Müllerstochter küssen. Es war ein wunderbares Geräusch, und die alten Holländer haben es sogar gemalt. Wenn ich vor einem alten Holländer stehe, höre ich die Mühlen klappern, aber wenn ich mir einen Picasso anschaue, höre ich die heutigen Autos klappern. So, wie er seine Striche, Kreise und Punkte setzt, so mag es an der Stelle in meinem Auto aussehen, wo es klappert. Kein Mensch hat diese Stelle je gesehen. Als sie durch die Automation lief, hat der Aufseher gerade gegähnt und nun ist es zu spät. Zur Inspektion gehört zwar das Bestäuben der Türscharniere mit Graphit, aber der kleine Picasso, der irgendwo zwischen zwei Blechtafeln mit dem Pinsel gegen eine Strebe haut, gehört nicht dazu. Wenn eine Mühle klappert, dann weiß man, woran man ist, und außerdem hat es einen Sinn, denn wir essen schließlich alle gerne frische Brötchen. Und wenn man sie abstellt, klappert sie nicht mehr. Aber die Autos klappern auch dann noch, und es ist ein völlig unproduktives Klappern — man kann Getreide hineinstreuen, wo-hin man will, es kommt kein Mehl heraus. Ich habe mich überall erkundigt, warum es dann eigentlich klappert, aber niemand wußte mehr zu antworten, als daß es von Jahr zu Jahr stärker klappert.
Die Definition des Wortes Fortschritt müßte lauten „— ist, wenn es klappert!` Aber damit würde man unserem Jahrhundert wohl kaum gerecht. Wen das Klappern stört, der soll sich doch ein Autoradio kaufen. Ich habe das mit Erfolg getan. Ich hatte die Lügerei satt, denn wenn ich jemanden in meinem Wagen mitnahm, dann sagte ich: „Ach, dieses Klappern darf Sie nicht stören, ich habe meinen Schlüsselbund im Kofferraum liegenlassen . . .” oder „Ich weiß, was klappert, es ist harmlos, ich muß das Schräubchen nur mal strammziehen!”
Bis ich an den Falschen kam. Den hatte ich vor vier Wochen schon einmal mitgenommen und nun fragte er mich: „Vermissen Sie Ihre Schlüssel nicht? Sie liegen noch immer im Kofferraum!” Da kaufte ich mir ein Autoradio. Für vierhundertfünfzig Mark ist das Klappern weg, vorausgesetzt, daß ich das Gerät auf volle Lautstärke stelle und mir notfalls den Kochvortrag „Wie mache ich aus Fußlappen Kartoffelpuffer?” in ungekürzter Fassung
Lieber durch Reichtum dümmer als durch Schaden Klug.
Verzeichis: Auto Autovermietung Autohaus Gebrauchtwagen Autoboerse Autoversicherung Werkstatt Autohandel Abschleppdienst Quad Neuwagen Caravan Autotuning Leasing Autoverwertung LKW Autoersatzteile Autoanzeigen Fahrschule Tachojustierung Ferienfahrschule Landtechnik Ersatzteile Busreisen Kranverleih
Früher klapperten die Mühlen, nicht die Autos. Beim Klappern der Mühle konnte man kleine, romantische Kurzgeschichten schreiben, die Füße in den Bach hängen, Schmetterlinge fangen oder die Müllerstochter küssen. Es war ein wunderbares Geräusch, und die alten Holländer haben es sogar gemalt. Wenn ich vor einem alten Holländer stehe, höre ich die Mühlen klappern, aber wenn ich mir einen Picasso anschaue, höre ich die heutigen Autos klappern. So, wie er seine Striche, Kreise und Punkte setzt, so mag es an der Stelle in meinem Auto aussehen, wo es klappert. Kein Mensch hat diese Stelle je gesehen. Als sie durch die Automation lief, hat der Aufseher gerade gegähnt und nun ist es zu spät. Zur Inspektion gehört zwar das Bestäuben der Türscharniere mit Graphit, aber der kleine Picasso, der irgendwo zwischen zwei Blechtafeln mit dem Pinsel gegen eine Strebe haut, gehört nicht dazu. Wenn eine Mühle klappert, dann weiß man, woran man ist, und außerdem hat es einen Sinn, denn wir essen schließlich alle gerne frische Brötchen. Und wenn man sie abstellt, klappert sie nicht mehr. Aber die Autos klappern auch dann noch, und es ist ein völlig unproduktives Klappern — man kann Getreide hineinstreuen, wo-hin man will, es kommt kein Mehl heraus. Ich habe mich überall erkundigt, warum es dann eigentlich klappert, aber niemand wußte mehr zu antworten, als daß es von Jahr zu Jahr stärker klappert.
Die Definition des Wortes Fortschritt müßte lauten „— ist, wenn es klappert!` Aber damit würde man unserem Jahrhundert wohl kaum gerecht. Wen das Klappern stört, der soll sich doch ein Autoradio kaufen. Ich habe das mit Erfolg getan. Ich hatte die Lügerei satt, denn wenn ich jemanden in meinem Wagen mitnahm, dann sagte ich: „Ach, dieses Klappern darf Sie nicht stören, ich habe meinen Schlüsselbund im Kofferraum liegenlassen . . .” oder „Ich weiß, was klappert, es ist harmlos, ich muß das Schräubchen nur mal strammziehen!”
Bis ich an den Falschen kam. Den hatte ich vor vier Wochen schon einmal mitgenommen und nun fragte er mich: „Vermissen Sie Ihre Schlüssel nicht? Sie liegen noch immer im Kofferraum!” Da kaufte ich mir ein Autoradio. Für vierhundertfünfzig Mark ist das Klappern weg, vorausgesetzt, daß ich das Gerät auf volle Lautstärke stelle und mir notfalls den Kochvortrag „Wie mache ich aus Fußlappen Kartoffelpuffer?” in ungekürzter Fassung
Lieber durch Reichtum dümmer als durch Schaden Klug.
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