Kategorie: Autohaus: Munster:
— von NSU —, dem einen ist ein Sieg beschieden. Und Vater Glöckler, vorne links, blickt eisenhart.
Ein alter Ford ist da, das A-Modell
von Dreißig/Einunddreißig, offen und robust! Vier Türen, Ledersitze, formbewußt,
weil ohne Käsekuchen und streng funktionell.
In meiner Mottenkiste findet sich noch mehr. Ich greife ab und zu hinein, um froh zu bleiben. Da liegt das Gestern drin in kleinen Scheiben, von Susi Schindler bis zum Achtzylinder Röhr.
Da liegt so mancherlei Verrücktes drin:
Ein welkes Veilchen, das mir Emma schenkte,
ein Einspurauto, das man mit 'ner Stange lenkte — und nicht zuletzt auch noch ein tief'rer Sinn:
Die waren damals noch, die vorgenannten, die Mädchen, Autos, Fahrer und die Stars,
die waren noch erfrischend, nicht so abgestanden — die waren hausgemacht. Genau das war's .. .
Panne in Rom
Federico liebt Automobile und die Mädchen lieben ihn. Ich kenne ihn so gut, daß ich versucht war, diese Geschichte in der Ich-Form zu schreiben. Aber, ich bin verheiratet.
Sollten Sie ihm einmal begegnen, dann hat er zweifellos gerade die Absicht, ein Buch zu schreiben. Immer will er ein Buch schreiben, aber alles und jedes hält ihn davon ab. Ich befürchte, daß man nie etwas Gedrucktes von ihm in die Hand bekommen wird, außer einem Inserat vielleicht, in dem er anzeigt, daß er einen wasserdichten Schwimmwagen abzugeben und einen MG bitter nötig hat.
Im übrigen ist er davon überzeugt, daß es eine Spielerei sei, ein Buch zu schreiben. Man fährt dazu, so sagt er, in ein fremdes Land.
Bestseller wurden in den seltensten Fällen zuhause geschrieben. Man braucht das fremde Land, um ein anderer Mensch zu sein, denn aus dem Menschen, der man ist, kann kein gescheites Buch herauskommen. In besonders einfach gelagerten Fällen, räumt Federico ein, genügt allerdings der Wechsel des möblierten Zimmers oder intensiver Umgang mit einer anderen Frau.
Bei Federico würde es wohl auch ein gut erhaltener Jaguar XK 120 tun.
Aber wie kann man, so ruft er aus, ein Buch schreiben, wenn es überall so betörend nach Super riecht? Er beneidet Goethe. Aber, das Buch muß er nun schreiben. Er hat es einer Handvoll Verlegern und noch mehr Bekannten versprochen. Und seine Freunde pflaumen ihn bereits auf offener Straße an, wie weit er denn nun wäre mit seinem Buch?! Und, ob es auch bestimmt kein Adreßbuch würde — Teil 1: Anschriftenverzeichnis aller Automobilhersteller Amerikas, Europas, Asiens und Teil II: Weibliche Telefonnummern mit anhängenden technischen Daten und persönlichen Meßwerten .. .
Man hat ihn eingestuft, wissen Sie, und selbst wenn er in eines der Felsenklöster Griechenlands ginge und für alle Zeiten darin verschwände — man würde ihm noch immer unter der hohlen Hand Teil 1 und Teil II nachsagen. Das ist so, wie mit der Straßenlage eines Automobils. Wenn es neunzehnhundertsiebenunddreißig keine hatte, dann nimmt man ihm auch neunzehnhundertsechzig noch keine ab, selbst wenn nicht eine einzige Schraube daran die gleiche geblieben ist.
Nun wird es aber Ernst mit Federicos Buch. Man schließt es daraus, daß er seinen Sportwagen verkauft und einem ebenso rasanten Mädchen mit alfa-roten Lippen den Laufpaß gegeben hat. Sie zeichneten sich beide, so sagt er, durch derart komplizierte Einstelldaten aus, daß dieses fremde Land nicht mit ihnen zurecht gekommen wäre Er kauft sich ein. uraltes VW-Cabriolet, so alt, wie die Konstruktion selbst. Es ist jener Zweisitzer, dem ganze Automobilisten-Vereine nachtrauern, weil er seit Jahren nicht mehr gebaut wird.
In neuen Sachen, das ist Federicos Meinung, ist noch niemals ein gutes Buch geschrieben worden. Hemingways Hemden drohten diesem angeblich vom Leibe zu fallen. Dieses Auto
Der Klügere gibt so lange nach, bis er der Dümmere ist.
Verzeichis: Auto Autovermietung Autohaus Gebrauchtwagen Autoboerse Autoversicherung Werkstatt Autohandel Abschleppdienst Quad Neuwagen Caravan Autotuning Leasing Autoverwertung LKW Autoersatzteile Autoanzeigen Fahrschule Tachojustierung Ferienfahrschule Landtechnik Ersatzteile Busreisen Kranverleih
— von NSU —, dem einen ist ein Sieg beschieden. Und Vater Glöckler, vorne links, blickt eisenhart.
Ein alter Ford ist da, das A-Modell
von Dreißig/Einunddreißig, offen und robust! Vier Türen, Ledersitze, formbewußt,
weil ohne Käsekuchen und streng funktionell.
In meiner Mottenkiste findet sich noch mehr. Ich greife ab und zu hinein, um froh zu bleiben. Da liegt das Gestern drin in kleinen Scheiben, von Susi Schindler bis zum Achtzylinder Röhr.
Da liegt so mancherlei Verrücktes drin:
Ein welkes Veilchen, das mir Emma schenkte,
ein Einspurauto, das man mit 'ner Stange lenkte — und nicht zuletzt auch noch ein tief'rer Sinn:
Die waren damals noch, die vorgenannten, die Mädchen, Autos, Fahrer und die Stars,
die waren noch erfrischend, nicht so abgestanden — die waren hausgemacht. Genau das war's .. .
Panne in Rom
Federico liebt Automobile und die Mädchen lieben ihn. Ich kenne ihn so gut, daß ich versucht war, diese Geschichte in der Ich-Form zu schreiben. Aber, ich bin verheiratet.
Sollten Sie ihm einmal begegnen, dann hat er zweifellos gerade die Absicht, ein Buch zu schreiben. Immer will er ein Buch schreiben, aber alles und jedes hält ihn davon ab. Ich befürchte, daß man nie etwas Gedrucktes von ihm in die Hand bekommen wird, außer einem Inserat vielleicht, in dem er anzeigt, daß er einen wasserdichten Schwimmwagen abzugeben und einen MG bitter nötig hat.
Im übrigen ist er davon überzeugt, daß es eine Spielerei sei, ein Buch zu schreiben. Man fährt dazu, so sagt er, in ein fremdes Land.
Bestseller wurden in den seltensten Fällen zuhause geschrieben. Man braucht das fremde Land, um ein anderer Mensch zu sein, denn aus dem Menschen, der man ist, kann kein gescheites Buch herauskommen. In besonders einfach gelagerten Fällen, räumt Federico ein, genügt allerdings der Wechsel des möblierten Zimmers oder intensiver Umgang mit einer anderen Frau.
Bei Federico würde es wohl auch ein gut erhaltener Jaguar XK 120 tun.
Aber wie kann man, so ruft er aus, ein Buch schreiben, wenn es überall so betörend nach Super riecht? Er beneidet Goethe. Aber, das Buch muß er nun schreiben. Er hat es einer Handvoll Verlegern und noch mehr Bekannten versprochen. Und seine Freunde pflaumen ihn bereits auf offener Straße an, wie weit er denn nun wäre mit seinem Buch?! Und, ob es auch bestimmt kein Adreßbuch würde — Teil 1: Anschriftenverzeichnis aller Automobilhersteller Amerikas, Europas, Asiens und Teil II: Weibliche Telefonnummern mit anhängenden technischen Daten und persönlichen Meßwerten .. .
Man hat ihn eingestuft, wissen Sie, und selbst wenn er in eines der Felsenklöster Griechenlands ginge und für alle Zeiten darin verschwände — man würde ihm noch immer unter der hohlen Hand Teil 1 und Teil II nachsagen. Das ist so, wie mit der Straßenlage eines Automobils. Wenn es neunzehnhundertsiebenunddreißig keine hatte, dann nimmt man ihm auch neunzehnhundertsechzig noch keine ab, selbst wenn nicht eine einzige Schraube daran die gleiche geblieben ist.
Nun wird es aber Ernst mit Federicos Buch. Man schließt es daraus, daß er seinen Sportwagen verkauft und einem ebenso rasanten Mädchen mit alfa-roten Lippen den Laufpaß gegeben hat. Sie zeichneten sich beide, so sagt er, durch derart komplizierte Einstelldaten aus, daß dieses fremde Land nicht mit ihnen zurecht gekommen wäre Er kauft sich ein. uraltes VW-Cabriolet, so alt, wie die Konstruktion selbst. Es ist jener Zweisitzer, dem ganze Automobilisten-Vereine nachtrauern, weil er seit Jahren nicht mehr gebaut wird.
In neuen Sachen, das ist Federicos Meinung, ist noch niemals ein gutes Buch geschrieben worden. Hemingways Hemden drohten diesem angeblich vom Leibe zu fallen. Dieses Auto
Der Klügere gibt so lange nach, bis er der Dümmere ist.
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