Kategorie: Neuwagen: Luechow:
Mit dem vielen „falschen neuen” jedoch sollte man langsam wieder ein wenig sparsamer werden. Wenn ein Werk ein neues Modell herausbringt mit diesem Kühlergrill, und es hat den Kühlergrill schon in der Schublade, den das Modell im nächsten Jahr bekommen soll, dann ist das zumindest ebenso verwerflich, als wenn einer an der Ecke steht und Opium verkauft . . . Beides sollte man auf die Dauer nicht ungestraft tun können. Womit ich allerdings nicht gesagt haben wollte, daß man auf dem richtigen Wege ist, wenn man uns jahrelang die gleichen, einschläfernden Wolfsburger Tropfen verabfolgt . . . Eine Medizin, die man zu lange nimmt, schlägt nicht mehr an. Und es sind inzwischen ganz nette Pillen gedreht worden. Wie fühlen Sie sich? Ihr Wagen ist nicht so alt, wie sein Kühler-grill, sondern er ist so alt wie er sich fährt.
Ich habe soeben nicht etwa einen Nagel zum Sarg des Wirtschaftswunders geschmiedet, sondern ich habe ein Zäpfchen zur Gesundung des Verbrauchers gedreht. Der hat es verdammt nötig, vom Waschpulver bis zum Straßenkreuzer. Und erst, wenn er ganz gesund ist, wird es auch unsere Wirtschaft bleiben. Woraus erhellt, daß ich doch den weißen Kittel hätte über-ziehen sollen.
Nun denn, auf Wiedersehen in Frankfurt und — gute Besserung!
Selbst ausgesprochene Auto-Fans werden kaum wissen, daß es einen Vierzylinder GOETHE gegeben hat, genauso, wie man einen SHAW kaufen konnte, der immerhin seine zwanzig Sachen machte.Es gab einen AMOR mit besonders weichen Ledersitzen und einen stolzen BEN HUR, der sich allerdings nur von 1917 bis 1918 auf dem US-Markt halten konnte. Extravagante Leute kauften sich einen italienischen CHIRIBIRI, einen CHURCH mit rein gotischem Kühler oder gar einen CHURCHILL, der ganz schön qualmte. Für leichtlebige Junggesellen gab es den DANDY, den DARLING und den PLAYBOY. Der TIC-TAC wiederum. verschwand rasch wieder, weil man das Ticken im Motor nicht wegbekam. Der UNDERBERG wurde entgegen landläufigen Vorstellungen mit gewöhnlichem Tankstellensprit betrieben, und für alte Haudegen gab es den GENERAL und den DESSAUER, der dann als alter Dessauer Liebhaberpreise erzielte. Wenn Müllers einen MECCA fuhren und sich Meiers einen MEDINA kauften, dann konnte der Ortsgendarm mühelos von Mecca nach Medina pilgern.Hamburger mögen den MARS bevorzugt haben und Hannoveraner den HANOVER. — Das alles hat es jedenfalls im Laufe der vergangenen sechzig Jahre tatsächlich gegeben. Und es gab das MOLLMOBIL, das HUPMOBILE, die SPHINX und die ROSA, den PICCOLO und sogar einen HERING, dessen Motor allerdings leicht sauer wurde.
Lieber durch Reichtum dümmer als durch Schaden Klug.
Verzeichis: Auto Autovermietung Autohaus Gebrauchtwagen Autoboerse Autoversicherung Werkstatt Autohandel Abschleppdienst Quad Neuwagen Caravan Autotuning Leasing Autoverwertung LKW Autoersatzteile Autoanzeigen Fahrschule Tachojustierung Ferienfahrschule Landtechnik Ersatzteile Busreisen Kranverleih
Mit dem vielen „falschen neuen” jedoch sollte man langsam wieder ein wenig sparsamer werden. Wenn ein Werk ein neues Modell herausbringt mit diesem Kühlergrill, und es hat den Kühlergrill schon in der Schublade, den das Modell im nächsten Jahr bekommen soll, dann ist das zumindest ebenso verwerflich, als wenn einer an der Ecke steht und Opium verkauft . . . Beides sollte man auf die Dauer nicht ungestraft tun können. Womit ich allerdings nicht gesagt haben wollte, daß man auf dem richtigen Wege ist, wenn man uns jahrelang die gleichen, einschläfernden Wolfsburger Tropfen verabfolgt . . . Eine Medizin, die man zu lange nimmt, schlägt nicht mehr an. Und es sind inzwischen ganz nette Pillen gedreht worden. Wie fühlen Sie sich? Ihr Wagen ist nicht so alt, wie sein Kühler-grill, sondern er ist so alt wie er sich fährt.
Ich habe soeben nicht etwa einen Nagel zum Sarg des Wirtschaftswunders geschmiedet, sondern ich habe ein Zäpfchen zur Gesundung des Verbrauchers gedreht. Der hat es verdammt nötig, vom Waschpulver bis zum Straßenkreuzer. Und erst, wenn er ganz gesund ist, wird es auch unsere Wirtschaft bleiben. Woraus erhellt, daß ich doch den weißen Kittel hätte über-ziehen sollen.
Nun denn, auf Wiedersehen in Frankfurt und — gute Besserung!
Selbst ausgesprochene Auto-Fans werden kaum wissen, daß es einen Vierzylinder GOETHE gegeben hat, genauso, wie man einen SHAW kaufen konnte, der immerhin seine zwanzig Sachen machte.Es gab einen AMOR mit besonders weichen Ledersitzen und einen stolzen BEN HUR, der sich allerdings nur von 1917 bis 1918 auf dem US-Markt halten konnte. Extravagante Leute kauften sich einen italienischen CHIRIBIRI, einen CHURCH mit rein gotischem Kühler oder gar einen CHURCHILL, der ganz schön qualmte. Für leichtlebige Junggesellen gab es den DANDY, den DARLING und den PLAYBOY. Der TIC-TAC wiederum. verschwand rasch wieder, weil man das Ticken im Motor nicht wegbekam. Der UNDERBERG wurde entgegen landläufigen Vorstellungen mit gewöhnlichem Tankstellensprit betrieben, und für alte Haudegen gab es den GENERAL und den DESSAUER, der dann als alter Dessauer Liebhaberpreise erzielte. Wenn Müllers einen MECCA fuhren und sich Meiers einen MEDINA kauften, dann konnte der Ortsgendarm mühelos von Mecca nach Medina pilgern.Hamburger mögen den MARS bevorzugt haben und Hannoveraner den HANOVER. — Das alles hat es jedenfalls im Laufe der vergangenen sechzig Jahre tatsächlich gegeben. Und es gab das MOLLMOBIL, das HUPMOBILE, die SPHINX und die ROSA, den PICCOLO und sogar einen HERING, dessen Motor allerdings leicht sauer wurde.
Lieber durch Reichtum dümmer als durch Schaden Klug.
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