Kategorie: Quad: Schneverdingen:
Ich gerate in die Strahlenbündel und kann ihnen nicht durch Sturzflug entwischen. Auch ich habe so ein Auto, das mit zwei M + S-Reifen hintendrin den Himmel abzusuchen beginnt. Ich habe immer Fernlicht, sogar asymmetrisches. Ich kann machen, was ich will. Mit solchen simplen Gebrechen behaftet liegen unsere Autos allesamt im Argen herum. Aber es kümmert scheinbar niemanden. Auch den Gesetzgeber nicht. Der Gesetzgeber verordnet viel lieber ein Diebstahlschloß. Dabei fällt mir ein, daß er noch keinen Verbandskasten, keinen Feuerlöscher, keinen Heckscheibenwischer, keine Warndreiecke für Pannensicherung und noch kein Pflicht-Abonnement einer guten Automobil-Zeitschrift verordnet hat. So ein Gesetzgeber ist das!
Dabei könnte er, wenn er nur wollte, der Industrie aufmunternd ins Gesäß zwicken. Das beste Beispiel für solche Kunstgriffe ist ein Krieg, obwohl ein Krieg sonst ein schlechtes Beispiel ist, vor allem für die, die ihn verlieren. In einem Krieg tritt der Staat der Industrie so nachhaltig in gewisse Körperteile, daß sie Sachen entwickelt, für die sie in normalen Zeiten Jahrzehnte benötigt haben würde.
Ließe sich ein Krieg durch blendfreies Abblendlicht gewinnen, dann hätten wir's längst. Von der unleugbaren Tatsache, daß unsere Autos trotz asymmetrischem Abblendlicht mehr blenden denn je, leben eine Menge Leute. Auch die Sargfabrikanten kriegen ihr Scheibchen davon ab, vor allem aber die, die einen Blendschutz fabrizieren oder vertreiben. Man nimmt dazu eine Folie aus irgend einem transparenten Kunststoff, der den Blick trübt, gibt ihr eine gefällige Form mit Musterschutz und einen noch gefälligeren Namen. Damit steigt man sodann in die Anzeigenspalten der Fachzeitschriften ein. Seit drei Jahrzehnten geht es gut, es hält sich hartnäckiger als Benzin-Tabletten oder Reifenmilch.
Ganz feine Leute nehmen eine Blendschutzbrille. Es macht ihnen dann weniger aus, andere zu blenden. Aber wenn die anderen vorbei sind, sehen sie auch weniger. Denn das menschliche Auge bleibt ein solches. Es muß sich fortgesetzt auf unterschiedliche Lichtverhältnisse umstellen, und wenn man ihm ein Bündel Licht vor die Brille knallt und es hinterher dunkel werden läßt, dann läßt es sich nicht verleugnen, das menschliche Auge.
Was nun? Schnell mal gefiltertes Licht erfinden? Haben Sie eine Ahnung, was für ein undankbares Geschäft das ist. Denn das asymmetrische Abblendlicht muß sich erst mal amortisiert haben. Ein Mann, der eine Birne erfindet, die das Licht zerhackt, entschärft, verniedlicht, ohne es in seiner Leuchtwirkung wesentlich zu bremsen, gewinnt damit nicht mehr als eine dicke Akte. In dieser finden sich ablehnende Bescheide ein, die von den Birnenfabriken über staatliche Prüf-Institute bis zum Bundesverkehrsministerium reichen. Ein Mann, der Schneider oder Krause heißt, kommt mit seiner Birne nicht durch. Man rät ihm wohlwollend, bei seinen Leisten zu bleiben, damit man beim eigenen Licht bleiben kann. Außerdem sind die bestehenden Vorschriften ausdrücklich gegen besseres Licht, weil sie sich am alten Licht orientiert haben. Besseres Licht verstößt auf Anhieb gegen den Buchstaben, wir werden noch lange darauf warten müssen. Drum sollten wir, nicht nur des Lichtes wegen, unseren Finger auf die Fahrgestelle legen. Wenn sie schon so knieweich sind, wie sie heute offenbar sein müssen, dann sollten sie einen Korsettstab kriegen, den man im Bedarfsfall zuschalten kann. Was ist das für ein Auto, das hinten nicht mehr hochkommt? Die Leute sollten sich schämen! Es gibt heute alles, was man braucht, um die Federung der jeweiligen Belastung anpassen zu können — aber man baut es nicht ein. Dafür baut man Fünfsitzer, die schon bei vier Insassen Männchen machen, fürchterlich zu blenden und noch schrecklicher auszusehen beginnen. Besetzte Limousinen sehen heutzutage alle nach Federbruch aus. Der Fortschritt besteht darin, daß sie trotzdem keinen haben. Schließlich könnte man für die Dauer der Zeit, die wir noch auf die lichtzerhackende Birne warten müssen, ein bißchen am Scheinwerfer drehen. Nämlich von innen, wie beim lächerlich simplen Citroön 2 CV. Man könnte solchermaßen dem heruntergekommenen Heck mit dem Lichtkegel folgen. Der dürfte keineswegs iänger, auf jeden Fall aber kürzer als die Werkseinstellung zu schrauben sein. Wenn man zwei-, dreimal vom Gegenverkehr angeblinkt (gewarnt) wird, weiß man, daß man gen Himmel fährt und dreht am Strahl. Man dreht ihn kürzer, es ließe sich mit einem ein-fachen Bowdenzug machen. Es ließe sich überhaupt alles machen!
Lieber durch Reichtum dümmer als durch Schaden Klug.
Verzeichis: Auto Autovermietung Autohaus Gebrauchtwagen Autoboerse Autoversicherung Werkstatt Autohandel Abschleppdienst Quad Neuwagen Caravan Autotuning Leasing Autoverwertung LKW Autoersatzteile Autoanzeigen Fahrschule Tachojustierung Ferienfahrschule Landtechnik Ersatzteile Busreisen Kranverleih
Ich gerate in die Strahlenbündel und kann ihnen nicht durch Sturzflug entwischen. Auch ich habe so ein Auto, das mit zwei M + S-Reifen hintendrin den Himmel abzusuchen beginnt. Ich habe immer Fernlicht, sogar asymmetrisches. Ich kann machen, was ich will. Mit solchen simplen Gebrechen behaftet liegen unsere Autos allesamt im Argen herum. Aber es kümmert scheinbar niemanden. Auch den Gesetzgeber nicht. Der Gesetzgeber verordnet viel lieber ein Diebstahlschloß. Dabei fällt mir ein, daß er noch keinen Verbandskasten, keinen Feuerlöscher, keinen Heckscheibenwischer, keine Warndreiecke für Pannensicherung und noch kein Pflicht-Abonnement einer guten Automobil-Zeitschrift verordnet hat. So ein Gesetzgeber ist das!
Dabei könnte er, wenn er nur wollte, der Industrie aufmunternd ins Gesäß zwicken. Das beste Beispiel für solche Kunstgriffe ist ein Krieg, obwohl ein Krieg sonst ein schlechtes Beispiel ist, vor allem für die, die ihn verlieren. In einem Krieg tritt der Staat der Industrie so nachhaltig in gewisse Körperteile, daß sie Sachen entwickelt, für die sie in normalen Zeiten Jahrzehnte benötigt haben würde.
Ließe sich ein Krieg durch blendfreies Abblendlicht gewinnen, dann hätten wir's längst. Von der unleugbaren Tatsache, daß unsere Autos trotz asymmetrischem Abblendlicht mehr blenden denn je, leben eine Menge Leute. Auch die Sargfabrikanten kriegen ihr Scheibchen davon ab, vor allem aber die, die einen Blendschutz fabrizieren oder vertreiben. Man nimmt dazu eine Folie aus irgend einem transparenten Kunststoff, der den Blick trübt, gibt ihr eine gefällige Form mit Musterschutz und einen noch gefälligeren Namen. Damit steigt man sodann in die Anzeigenspalten der Fachzeitschriften ein. Seit drei Jahrzehnten geht es gut, es hält sich hartnäckiger als Benzin-Tabletten oder Reifenmilch.
Ganz feine Leute nehmen eine Blendschutzbrille. Es macht ihnen dann weniger aus, andere zu blenden. Aber wenn die anderen vorbei sind, sehen sie auch weniger. Denn das menschliche Auge bleibt ein solches. Es muß sich fortgesetzt auf unterschiedliche Lichtverhältnisse umstellen, und wenn man ihm ein Bündel Licht vor die Brille knallt und es hinterher dunkel werden läßt, dann läßt es sich nicht verleugnen, das menschliche Auge.
Was nun? Schnell mal gefiltertes Licht erfinden? Haben Sie eine Ahnung, was für ein undankbares Geschäft das ist. Denn das asymmetrische Abblendlicht muß sich erst mal amortisiert haben. Ein Mann, der eine Birne erfindet, die das Licht zerhackt, entschärft, verniedlicht, ohne es in seiner Leuchtwirkung wesentlich zu bremsen, gewinnt damit nicht mehr als eine dicke Akte. In dieser finden sich ablehnende Bescheide ein, die von den Birnenfabriken über staatliche Prüf-Institute bis zum Bundesverkehrsministerium reichen. Ein Mann, der Schneider oder Krause heißt, kommt mit seiner Birne nicht durch. Man rät ihm wohlwollend, bei seinen Leisten zu bleiben, damit man beim eigenen Licht bleiben kann. Außerdem sind die bestehenden Vorschriften ausdrücklich gegen besseres Licht, weil sie sich am alten Licht orientiert haben. Besseres Licht verstößt auf Anhieb gegen den Buchstaben, wir werden noch lange darauf warten müssen. Drum sollten wir, nicht nur des Lichtes wegen, unseren Finger auf die Fahrgestelle legen. Wenn sie schon so knieweich sind, wie sie heute offenbar sein müssen, dann sollten sie einen Korsettstab kriegen, den man im Bedarfsfall zuschalten kann. Was ist das für ein Auto, das hinten nicht mehr hochkommt? Die Leute sollten sich schämen! Es gibt heute alles, was man braucht, um die Federung der jeweiligen Belastung anpassen zu können — aber man baut es nicht ein. Dafür baut man Fünfsitzer, die schon bei vier Insassen Männchen machen, fürchterlich zu blenden und noch schrecklicher auszusehen beginnen. Besetzte Limousinen sehen heutzutage alle nach Federbruch aus. Der Fortschritt besteht darin, daß sie trotzdem keinen haben. Schließlich könnte man für die Dauer der Zeit, die wir noch auf die lichtzerhackende Birne warten müssen, ein bißchen am Scheinwerfer drehen. Nämlich von innen, wie beim lächerlich simplen Citroön 2 CV. Man könnte solchermaßen dem heruntergekommenen Heck mit dem Lichtkegel folgen. Der dürfte keineswegs iänger, auf jeden Fall aber kürzer als die Werkseinstellung zu schrauben sein. Wenn man zwei-, dreimal vom Gegenverkehr angeblinkt (gewarnt) wird, weiß man, daß man gen Himmel fährt und dreht am Strahl. Man dreht ihn kürzer, es ließe sich mit einem ein-fachen Bowdenzug machen. Es ließe sich überhaupt alles machen!
Lieber durch Reichtum dümmer als durch Schaden Klug.
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