Kategorie: Quad: Uelzen:
Da ist Tante Frieda, und der Berg der 23 unhandlichen Stücke ist der gleiche geblieben. Nur der Dienstmann ist ein anderer. Er ist gewerkschaftlich organisiert und bereits gegangen.
Der Taxifahrer wird die Koffer verstauen. Er verstaut zunächst Tante Frieda, und wir helfen schieben. Endlich ist sie drin, und wir robben ihr nach. Nun trägt der Fahrer die 23 Gepäckstücke nach hinten, wo das Auto in schön geschwungener Linie endet und wo der Kofferraumdeckel nicht mal einen Griff hat. Dann beginnt er ein Puzzlespiel, das ihn ein wenig zu erheitern scheint. Er redet dabei in einer unverständlichen, aber eindringlichen Sprache.
Plötzlich geht unsere Tür wieder auf, und man drückt uns Tante Friedas Coupö-Koffer in den Magen. Ein paar weitere Stücke nimmt der Fahrer mit nach vorn, wo sie uns die Sicht auf die Taxameteruhr versperren, was wir weniger schätzen. Das Ganze hat natürlich einen Vorteil — Tante Friedas Reiselust nimmt von Jahr zu Jahr ab, das ist natürlich ein Fortschritt! Ich habe oft darüber nachgedacht, warum sich wohl noch keine Firma gefunden hat, die eine Taxe baut — eine richtige Taxe! Ich nehme an, es ist noch keiner darauf gekommen.
Vielleicht, weil man es den Leuten noch nicht deutlich genug gesagt hat. Wenn man es ihnen sagt, dann machen sie es nämlich: Sie entwickeln für die Bundeswehr Jeeps und werden sie dann nicht los, sie bauen Ketten-, Müll-, Allrad- und Mehrzweckfahrzeuge, sie bauen Viehtransporter und Schwimmwagen, Spezialtransporter für Eis am Stiel und Campingwagen mit Kühlschrank und Fernsehgerät, nur Taxen bauen sie nicht. Dabei ist das doch gar nicht so schwer, oder? Die Motoren und Fahrwerke können getrost die gleichen bleiben (obwohl Motor neben dem Fahrer vielleicht noch besser wäre), und auf Aerodynamik könnten die Taxen ruhig verzichten. Sie sollten aber nicht verzichten auf: Bequemen Einstieg und bequemste Sitzposition (Tante Frieda ist kein call-girl und sitzt lieber aufrecht); auf die Möglichkeit, drei und vier Personen als Fahrgäste bequem unterzubringen, ohne diesen den Abendanzug zu zertrümmern; einen sinnvollen Gepäckraum (keine Kofferklappe ohne Griff und Kofferraum mit Reserverad und Wagenheber drin); auf eine Trennwand zwischen Fahrer und Fahr-gast (man muß sich endlich mal wieder ungestört sagen können, daß man sich liebt oder mit welchem Trick man Meier u. Co. aus dem Geschäft gedrückt hat); auf mehr Höhe als bei den heute viel zu flachen Personenwagen und bessere Sicht (man will die fremde Stadt und die Taxe kommen sehen); und auf viele ähnlich wichtige Kleinigkeiten (denken wir nur an den Winterbetrieb), die speziell darauf zugeschnitten sein müssen, daß die Taxe ein gewerbliches Beförderungsmittel für lebende Personen ist und zugleich der Arbeitsplatz für eine sehr umfangreiche Berufsgruppe, die in diesem Fahrzeug einen Acht-, Zehn- oder Zwölf-Stunden-Tag abzureißen hat, und natürlich auch die Nacht. So besehen, ergäbe sich ein ganz anderes Fahrzeug, als wir es heute als Taxe kennen. Ich schreibe diesen Artikel in Locarno, und ich wurde zu diesem Artikel angeregt durch ein Auto, das auch Sie morgen und übermorgen noch in Locarno besichtigen können. Es ist der Hotel-Omnibus des Esplanade, der seit ca. 25 Jahren die Aufgabe hat, die Gäste und ihr Gepäck bequem vom Bahnhof zum Hotel und vom Hotel zum Bahnhof zu bringen. Ein Chevrolet Truck ist es, der aussieht wie aus dem Laden. Und bevor Sie die Frage stellen, warum sich das vornehme Esplanade nicht einen neuen Wagen für diesen Zweck leistet, versuchen Sie einmal, dem Esplanade einen solchen zu nennen. Sie wissen keinen. Und wenn Sie selbst das sehr reichhaltige schweizerische Import-Angebot durchgehen, Sie finden keinen.
Wer die Dummköpfe gegen sich hat, verdient Vertrauen.
Verzeichis: Auto Autovermietung Autohaus Gebrauchtwagen Autoboerse Autoversicherung Werkstatt Autohandel Abschleppdienst Quad Neuwagen Caravan Autotuning Leasing Autoverwertung LKW Autoersatzteile Autoanzeigen Fahrschule Tachojustierung Ferienfahrschule Landtechnik Ersatzteile Busreisen Kranverleih
Da ist Tante Frieda, und der Berg der 23 unhandlichen Stücke ist der gleiche geblieben. Nur der Dienstmann ist ein anderer. Er ist gewerkschaftlich organisiert und bereits gegangen.
Der Taxifahrer wird die Koffer verstauen. Er verstaut zunächst Tante Frieda, und wir helfen schieben. Endlich ist sie drin, und wir robben ihr nach. Nun trägt der Fahrer die 23 Gepäckstücke nach hinten, wo das Auto in schön geschwungener Linie endet und wo der Kofferraumdeckel nicht mal einen Griff hat. Dann beginnt er ein Puzzlespiel, das ihn ein wenig zu erheitern scheint. Er redet dabei in einer unverständlichen, aber eindringlichen Sprache.
Plötzlich geht unsere Tür wieder auf, und man drückt uns Tante Friedas Coupö-Koffer in den Magen. Ein paar weitere Stücke nimmt der Fahrer mit nach vorn, wo sie uns die Sicht auf die Taxameteruhr versperren, was wir weniger schätzen. Das Ganze hat natürlich einen Vorteil — Tante Friedas Reiselust nimmt von Jahr zu Jahr ab, das ist natürlich ein Fortschritt! Ich habe oft darüber nachgedacht, warum sich wohl noch keine Firma gefunden hat, die eine Taxe baut — eine richtige Taxe! Ich nehme an, es ist noch keiner darauf gekommen.
Vielleicht, weil man es den Leuten noch nicht deutlich genug gesagt hat. Wenn man es ihnen sagt, dann machen sie es nämlich: Sie entwickeln für die Bundeswehr Jeeps und werden sie dann nicht los, sie bauen Ketten-, Müll-, Allrad- und Mehrzweckfahrzeuge, sie bauen Viehtransporter und Schwimmwagen, Spezialtransporter für Eis am Stiel und Campingwagen mit Kühlschrank und Fernsehgerät, nur Taxen bauen sie nicht. Dabei ist das doch gar nicht so schwer, oder? Die Motoren und Fahrwerke können getrost die gleichen bleiben (obwohl Motor neben dem Fahrer vielleicht noch besser wäre), und auf Aerodynamik könnten die Taxen ruhig verzichten. Sie sollten aber nicht verzichten auf: Bequemen Einstieg und bequemste Sitzposition (Tante Frieda ist kein call-girl und sitzt lieber aufrecht); auf die Möglichkeit, drei und vier Personen als Fahrgäste bequem unterzubringen, ohne diesen den Abendanzug zu zertrümmern; einen sinnvollen Gepäckraum (keine Kofferklappe ohne Griff und Kofferraum mit Reserverad und Wagenheber drin); auf eine Trennwand zwischen Fahrer und Fahr-gast (man muß sich endlich mal wieder ungestört sagen können, daß man sich liebt oder mit welchem Trick man Meier u. Co. aus dem Geschäft gedrückt hat); auf mehr Höhe als bei den heute viel zu flachen Personenwagen und bessere Sicht (man will die fremde Stadt und die Taxe kommen sehen); und auf viele ähnlich wichtige Kleinigkeiten (denken wir nur an den Winterbetrieb), die speziell darauf zugeschnitten sein müssen, daß die Taxe ein gewerbliches Beförderungsmittel für lebende Personen ist und zugleich der Arbeitsplatz für eine sehr umfangreiche Berufsgruppe, die in diesem Fahrzeug einen Acht-, Zehn- oder Zwölf-Stunden-Tag abzureißen hat, und natürlich auch die Nacht. So besehen, ergäbe sich ein ganz anderes Fahrzeug, als wir es heute als Taxe kennen. Ich schreibe diesen Artikel in Locarno, und ich wurde zu diesem Artikel angeregt durch ein Auto, das auch Sie morgen und übermorgen noch in Locarno besichtigen können. Es ist der Hotel-Omnibus des Esplanade, der seit ca. 25 Jahren die Aufgabe hat, die Gäste und ihr Gepäck bequem vom Bahnhof zum Hotel und vom Hotel zum Bahnhof zu bringen. Ein Chevrolet Truck ist es, der aussieht wie aus dem Laden. Und bevor Sie die Frage stellen, warum sich das vornehme Esplanade nicht einen neuen Wagen für diesen Zweck leistet, versuchen Sie einmal, dem Esplanade einen solchen zu nennen. Sie wissen keinen. Und wenn Sie selbst das sehr reichhaltige schweizerische Import-Angebot durchgehen, Sie finden keinen.
Wer die Dummköpfe gegen sich hat, verdient Vertrauen.
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