Kategorie: Quad: Winsen:
Trösten Sie sich, auch ich greife daneben. Wir wollen eine Geschirrspülmaschine kaufen, und wir lesen alle Tests. Die eine wird mit den Lippenstifträndern nicht fertig, die andere schafft die angebrannten Spaghetti nicht (und bei uns werden viele Spaghetti gegessen), die nächste hinterläßt trübe Gläser (und bei uns werden viele Gläser geleert) — und die eine ist sehr empfehlenswert. Wissen Sie, welche wir nun nehmen? Wir nehmen die, die genauso hoch und breit und tief ist wie unser Kühlschrank, neben dem sie stehen soll. Es ist die weniger empfehlenswerte ... So enden viele Tests.
Auch der Betriebs-Psychologe, der sechs Bewerberinnen um den Posten der Direktionssekretärin auf Herz und Nieren und Hirn getestet und die Frage nicht ausgelassen hat: „Wie reagieren Sie, wenn ein wildfremder Mann unter Ihrem Bett Klopfzeichen gibt?” — auch er muß sich nach ausführlicher Auswertung und Vortrag beim Direktor von diesem kurz und bündig sagen lassen: „Ich nehme die Blonde mit den langen Beinen ...” So enden viele Tests.
Auch die von Automobilen. Es gibt Leute, die lesen monatelang über drei bestimmte Automodelle alles, was ihnen in die Finger kommt, sie wälzen sich nächtelang in Tabellen und schreiben fünfundzwanzig Leserbriefe, von denen drei sogar beantwortet werden — aber dann gehen sie hin und kaufen innerhalb von zehn Minuten ein viertes, völlig anders geartetes Automobil. Nur, weil es so schön rot ist . . . So testet man ins Leere.
Aber man lebt ja nicht von den dummen zehn Minuten, sondern von den klugen Monaten, die diesen vorausgingen, und in denen der Käufer alles aus den Kiosken herauskaufte, was Tester zu schreiben imstande waren. Das eingeschlossen, was sie schrieben, obwohl sie dazu nicht imstande waren . . . So lohnt sich das Testen denn doch. Denn es steht hoch im Kurs. Aber der Höhepunkt ist noch nicht erreicht, denn wir sind erst im Begriff, ein Volk von Testern zu werden.
Autofahrer testen Reifen, Studenten Rasierklingen, Hausfrauen Scheuerlappen, Teenager Lippenstifte, Briefträger Schuhsohlen .. .
Die Testpsychose grassiert noch nicht einmal, sie grast noch friedlich vor sich hin, aber es ist die Ruhe vor dem Sturm. Und doch haben aufmerksame Beobachter bereits Männer gesichtet, die beim Rasieren einen Sturzhelm tragen. Es sind dies die privaten Tester elektrischer Rasierapparate. Sie sind voll ausgelastet und zählen jedes einzelne Barthaar, addieren es mit dem benachbarten und ziehen Quersummen. Sie kommen nicht einmal mehr zum Zeitunglesen; das ist schade, denn man bekommt dabei erst die richtigen Anregungen, was man alles testen sollte.
Jedes Auto muß alle zwei Jahre zum TÜV — warum nicht auch ein Regierungschef, in dessen Wagen Millionen sitzen, die dran glauben müssen, wenn sich bei ihm ein Schräubchen gelockert hat?! Man sollte ihn immer mal testen.
Ich möchte auch mal diese und jene Dame testen, die auf den Fotos immer so tun, als hätten sie mindestens 5000 ccm in der Bluse. Denen möchte ich mal unter die Haube sehen, vielleicht haben sie auf jeder Seite nur 125 ccm?! Ich sagte Ihnen doch schon, man wird am Tage vierundzwanzig Stunden lang getäuscht .. .
Den einen Minister hätten sie mir schon vor einem Jahr für einen Test überlassen sollen. Ich wußte es längst, daß bei ihm die Kopfdichtung durchgebrannt ist und daß der Regler nicht mehr funktioniert. Außerdem ist auch die Politik eine große bunte Schachtel mit einem winzigen Klümpchen am Boden, das manchmal vorzeitig verdirbt. Aber dieses ist eine Automobilgeschichte.
Ehrlich währt am längsten. Aber wer hat schon so viel Zeit.
Verzeichis: Auto Autovermietung Autohaus Gebrauchtwagen Autoboerse Autoversicherung Werkstatt Autohandel Abschleppdienst Quad Neuwagen Caravan Autotuning Leasing Autoverwertung LKW Autoersatzteile Autoanzeigen Fahrschule Tachojustierung Ferienfahrschule Landtechnik Ersatzteile Busreisen Kranverleih
Trösten Sie sich, auch ich greife daneben. Wir wollen eine Geschirrspülmaschine kaufen, und wir lesen alle Tests. Die eine wird mit den Lippenstifträndern nicht fertig, die andere schafft die angebrannten Spaghetti nicht (und bei uns werden viele Spaghetti gegessen), die nächste hinterläßt trübe Gläser (und bei uns werden viele Gläser geleert) — und die eine ist sehr empfehlenswert. Wissen Sie, welche wir nun nehmen? Wir nehmen die, die genauso hoch und breit und tief ist wie unser Kühlschrank, neben dem sie stehen soll. Es ist die weniger empfehlenswerte ... So enden viele Tests.
Auch der Betriebs-Psychologe, der sechs Bewerberinnen um den Posten der Direktionssekretärin auf Herz und Nieren und Hirn getestet und die Frage nicht ausgelassen hat: „Wie reagieren Sie, wenn ein wildfremder Mann unter Ihrem Bett Klopfzeichen gibt?” — auch er muß sich nach ausführlicher Auswertung und Vortrag beim Direktor von diesem kurz und bündig sagen lassen: „Ich nehme die Blonde mit den langen Beinen ...” So enden viele Tests.
Auch die von Automobilen. Es gibt Leute, die lesen monatelang über drei bestimmte Automodelle alles, was ihnen in die Finger kommt, sie wälzen sich nächtelang in Tabellen und schreiben fünfundzwanzig Leserbriefe, von denen drei sogar beantwortet werden — aber dann gehen sie hin und kaufen innerhalb von zehn Minuten ein viertes, völlig anders geartetes Automobil. Nur, weil es so schön rot ist . . . So testet man ins Leere.
Aber man lebt ja nicht von den dummen zehn Minuten, sondern von den klugen Monaten, die diesen vorausgingen, und in denen der Käufer alles aus den Kiosken herauskaufte, was Tester zu schreiben imstande waren. Das eingeschlossen, was sie schrieben, obwohl sie dazu nicht imstande waren . . . So lohnt sich das Testen denn doch. Denn es steht hoch im Kurs. Aber der Höhepunkt ist noch nicht erreicht, denn wir sind erst im Begriff, ein Volk von Testern zu werden.
Autofahrer testen Reifen, Studenten Rasierklingen, Hausfrauen Scheuerlappen, Teenager Lippenstifte, Briefträger Schuhsohlen .. .
Die Testpsychose grassiert noch nicht einmal, sie grast noch friedlich vor sich hin, aber es ist die Ruhe vor dem Sturm. Und doch haben aufmerksame Beobachter bereits Männer gesichtet, die beim Rasieren einen Sturzhelm tragen. Es sind dies die privaten Tester elektrischer Rasierapparate. Sie sind voll ausgelastet und zählen jedes einzelne Barthaar, addieren es mit dem benachbarten und ziehen Quersummen. Sie kommen nicht einmal mehr zum Zeitunglesen; das ist schade, denn man bekommt dabei erst die richtigen Anregungen, was man alles testen sollte.
Jedes Auto muß alle zwei Jahre zum TÜV — warum nicht auch ein Regierungschef, in dessen Wagen Millionen sitzen, die dran glauben müssen, wenn sich bei ihm ein Schräubchen gelockert hat?! Man sollte ihn immer mal testen.
Ich möchte auch mal diese und jene Dame testen, die auf den Fotos immer so tun, als hätten sie mindestens 5000 ccm in der Bluse. Denen möchte ich mal unter die Haube sehen, vielleicht haben sie auf jeder Seite nur 125 ccm?! Ich sagte Ihnen doch schon, man wird am Tage vierundzwanzig Stunden lang getäuscht .. .
Den einen Minister hätten sie mir schon vor einem Jahr für einen Test überlassen sollen. Ich wußte es längst, daß bei ihm die Kopfdichtung durchgebrannt ist und daß der Regler nicht mehr funktioniert. Außerdem ist auch die Politik eine große bunte Schachtel mit einem winzigen Klümpchen am Boden, das manchmal vorzeitig verdirbt. Aber dieses ist eine Automobilgeschichte.
Ehrlich währt am längsten. Aber wer hat schon so viel Zeit.
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